Spiele Test
Test-Bericht
Resident Evil ist ja nun schon paar Jahre auf dem Markt, dennoch überzeugt die Wii-Version einen positiv.
Egal, ob es nun der düstere Nebel, die blutroten Vorhänge, die in den Fluren wie Zungen zischen oder die düstere Einrichtung einer verlassenen Hütte ist, das Spiel glänzt durchgehend mit hochauflösenden Texturen und detailreichen Modellen. Egal wo man sich in dem Spiel befindet, alles wirkt düster, verkommen und geheimnisvoll. Das liegt natürlich letztendlich auch am nahezu perfekten Levendesign, der dem Spieler nie das Gefühl eines Déjà-Vu's vermittelt.
Auch die Animationen und die K.I. überraschen positiv. Die Untoten zucken zusammen, nehmen Deckung, täuschen rechts einen Angriff vor, bevor sie blitzschnell die Richtungswechsel machen oder umkreisen einen.
Man zielt mit dem Laser genau zwischen die Augen eines herannahenden Axtschwinger, er bemerkt es und weicht gekonnt aus, geht in Deckung und greift von einer anderen Seite wieder an.
Die Stroh-doofen Holzpuppen aus den Vorgängern sind endlich Vergangenheit.
Der Sound wirkt teils ein wenig veraltet, was aber nicht wirklich störend ist, das man sich dank ihm sehr schnell in der düsteren und extrem packenden Atmosphäre vertieft. Auch das Rauschen des Windes oder das Grunzen der "Zombies" jagt einem das eine oder andere Mal doch schon einen Schrecken ein.
Die Steuerung ist endlich mal gut durchdacht worden und wirkt nicht so schwammig wie in Red Steel oder anderen Action-Spielen.
Gesteuert wird Leon mit dem Analogstick des Nunckuk, die Wiimote wird zum Steuern des Fadenkreuzes benutzt. Dieses färbt sich übrigens bei einer Zielerfassung vom Grünen ins Rote - sehr hilfreich!
Nett ist auch, dass beim Drücken den B-Knopfen man zwar in die Schussposition geht, sich aber da nicht mehr bewegen kann. Es lässt sich nur noch der Blickwinkel ändern, was zwar bedeutet, dass man dauernd hin und her zwischen den verschiedenen Modi wechseln muss, was auf die Dauer ein wenig nervig sein kann, dies aber auch den Schwierigkeitsgrad positiv erhöht. Im Kampf wird also das Fadenkreuz nicht mit der Wiimote geschwenkt, sondern mit dem linken Analogstick gesteuert. Rennen und gleichzeitig Ballern ist also nicht möglich.
Passt das zum Spiel? Auf jeden Fall! Sobald man stehen bleibt, um die Gegner auf Korn zu nehmen, wirt man statisch und wird schnell zum Ziel. Also: Wegrennen, Deckung suchen, umdrehen und den Gegnern zeigen, wo der Nagel hängt! So muss ein richtiges Survival-Horror-Spiel sein!
Nett ist auch das Nachladen oder der Messerkampf gestaltet. So muss man zum Nachladen nur die Wiimote sehr schnell vertikal hin und her bewegen. Sollte man ein Gegner zu nah an einen ran kommen, schwenkt man die Wiimote einfach von links nach rechts und Leon führt einen sehr effektiven Nahkampangriff aus.
Fazit
Resident Evil 4 zeigt, was Spiele machen müssen, damit sie selbst 2 Jahre nach ihrem ersten Release noch faszinieren und einen an den Bildschirm kleben. Die sehr gute Grafik, excellenten Animationen, sehr packende Atmosphäre und ungewöhnliche Steuerung machen das Spiel zu einem der besten Action- und Survival-Horror-Spiel für Nintendo's Wii.
Jeder, der schon von den Vorgängen gepackt worden ist, allgemein Horror-Spiele mag oder für Neues offen ist, sollte unbedingt zugreifen!
| Grafik | Sound | Story |
|---|---|---|
![]() 8 | ![]() 9 |
![]() 9 |
| Steuerung | Balance | Umfang |
![]() 10 |
![]() 8 | ![]() 8 |
| Durchschnitt |
|---|
![]() 8.67 |

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